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ansicht groesser

07.11.2016
 · Austauschprogramm

Gastbeitrag von PPP-Stipendiat Niklas Krug

PPP Krug-AM NiklasAm 12. August 2015 begann das wahrscheinlich größte Abenteuer meines Lebens. Mein Austauschjahr in den Vereinigten Staaten von Amerika als junger Botschafter für Deutschland begann. 

Früh morgens ging es von Bremen über Frankfurt mit dem Endziel Chicago los. Der Flieger war gefüllt mit zig anderen Austauschschülern, die alle den Flug ins Ungewisse antraten.

Davor standen jedoch noch einige andere Hürden an, die zu überwinden waren: Meine erfolgreiche Bewerbung für das Parlamentarische Patenschafts Programm des Deutschen Bundestages und ein unglaublicher „Formularkrieg“, durch den mich die internationale Austauschorganisation AFS begleitete.

Vergleichsweise wusste ich schon ziemlich gut, was mich in den USA erwarten würde. Die Information über meine Gastfamilie, die Gastschule und wo genau ich landen werde, erhielt ich schon relativ früh. Das Endziel der Reise war das Herz der Großstadtmetropole Chicago...PPP Krug-Niklas Theater

Ich hatte die Möglichkeit meine Gastfamilie schon vor meiner Ankunft etwas besser kennenzulernen, da mein Gastvater sich beruflich in Deutschland aufhielt und uns ein Wochenende besucht hatte. Mit ihm besuchten wir unter anderem Bremen und das Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven, in dem er besonders an einem Kahn namens „Karl“ aus dem Jahre 875 interessiert war. Ein weiteres Highlight für ihn war das Schwimmen in der Weser, da dort auch der „Karl“ im Jahre 875 einmal geschwommen ist. Gleichzeitig gab er mir auch eine Art Bedienungsanweisung für seine Frau, seine Kinder und das Leben bei ihm zu Hause in Chicago. Beispielsweise erfuhr ich, dass ich als ältester Sohn in der Familie das „Ältestenrecht“ haben werde oder dass ich das gesamte Jahr die Verantwortung über die Spülmaschine und die Ordnung in der Küche hatte. So hatte ich schon ansatzweise eine Idee, was mich erwarten wird.

Mit meiner Gastmutter Julia, meinem Gastvater Michael, meinen beiden Gastbrüdern Simon (14) und Peter (12) lebte ich auf der südlichen Seite der Stadt Chicago in unmittelbarer Nähe des Geländes der University of Chicago.

Meine Gastmutter arbeitet als Musiklehrerin für kleine Kinder. Mein Gastvater ist Professor an der University of Chicago für mittelalterliche Geschichte. Er spricht perfekt Deutsch, Französisch und diverse weitere Sprachen. Wegen seines außergewöhnlichen Themenfeldes ist er des öfteren zu Forschungs- und Studienzwecken auf Reisen in der ganzen Welt. Bis nach meiner Ankunft hielt er sich in Deutschland auf, zwischenzeitlich war er auf einer Frankreich-Italien-Schweiz-Spanien Tour und gegen Ende meines Jahres war er in Taipei, um dort Studenten zu unterrichten.

In der großzügigen Wohnung durfte ich mein eigenes Zimmer bewohnen. Auch zwei Katzen und ein kleiner Hund waren in der Wohnung im dritten Stock zu Hause.

Direkt nachdem mich meine Gastmutter und mein kleinerer Gasbruder Peter von der ersten Orientation nach meiner Ankunft in Chicago abholte, begann für mich nach 48h Reise- und Orientierungszeit in den Staaten ohne erholsame Schlafunterbrechung das High-School Leben in den Staaten. Am nächsten Morgen um 6 Uhr, hatte ich eine Startzeit für die „try outs“ für das Schul-Golfteam. So lernte ich schon in den ersten Tagen der noch anhaltenden Sommerferien einige Leute aus der Schule kennen. Unter ca. 20 Teilnehmern konnte ich den 8. Platz erringen und damit gerade noch die Aufnahme in das Schulgolfteam schaffen. Diese beiden Tage legten die Grundlage für eine tolle Golf Saison mit dem Schulteam.

Mit meiner Schule hatte ich wirklich einen Volltreffer gelandet. Sie gehört in den Rankings zu den Top 10 der öffentlichen amerikanischen High Schools. Mit circa 800 anderen Schülern durfte ich ein Jahr lang in einer tollen Schule lernen.

Das war für mich nicht immer einfach. Akademisch wurde auch von mir als Austauschschüler jede Menge erwartet. Mit dem ersten Schultag erwarteten mich einige sehr anspruchsvolle Kurse, wie unter anderem „Advanced Placement Chemistry“. Dieser Kurs bereitet alle Schüler auf den so genannten „Advanced Placed Chemistry Test“ vor, der national in der gesamten USA von Schülern im High School Alter geschrieben werden kann. Gute Ergebnisse snd später im College anrechenbar. In einer normalen Woche mussten wir uns selbstverantwortlich ein 30-40 Seiten Kapitel erarbeiten und ein umfangreiches Experiment im Labor durchführen. Am Ende jeder Woche wurde das Wissen des Buchkapitels mit einem Test überprüft und der Laborbericht musste abgegeben werden. Der Test brachte mich einige Male bis an den „Rand der Verzweiflung“. Am Ende des ersten Semesters hatten wir das gesamte Buch von ca. 1200 Seiten bearbeitet. Im zweiten Halbjahr wurden hauptsächlich Übungsarbeiten für die abschließende Klausur im April geschrieben um den gesamten gelernten Stoff zu wiederholen und zu festigen. Letztendlich haben sich die zahlreichen schlaflosen Nächte und der hohe Aufwand ausgezahlt, denn wie ich erfuhr, bin ich unter den besten 10% aller amerikanischen Teilnehmer gelandet und habe ein tolles Ergebnis erzielt. So sollte mir der Chemie Leistungskurs für das Abitur im jetzt folgenden Jahr etwas leichter von der Hand gehen...

Stunden wie „African American Literature“, „Contemporary American History“, „Precalculus“ oder „Photography“ standen neben der Chemie auf meinem Stundenplan. Besonders in der Geschichtsklasse, in der wir hauptsächlich den Kalten Krieg behandelten, und bei der Afroamerikanische Literatur habe ich einige neue Eindrücke, Gedanken und Ansichten auch aus anderen Perspektiven kennengelernt. Einmal hörten wir sogar den Song von Nena „99 Luftballons“, welcher aus der Zeit des kalten Krieges stammt.

Als Arbeitsplatz diente mir mein Zimmer in der Wohnung, manchmal das nahegelegene Starbucks Café (wegen der besseren Internetverbindung) und oft auch die Universitätsbibliothek der University of Chicago. Dafür hatte mir mein Gastvater Michael einen Ausweis organisiert, sodass ich unbeschränkten Zugang zu der Bibliothek hatte.

Sportlich gesehen habe ich neben dem Golfsport auch noch einige andere Möglichkeiten genutzt. Die fest im Schulalltag eingebunden Sportarten sind saisonal verteilt. In der Herbstsaison spielte ich Golf in der Schulmannschaft. In dieser Zeit hatten wir wöchentlich Spiele gegen andere Schulen der Stadt Chicago. Gegen Ende des Herbstes standen die City Championchips an, in denen sich unser Team nach einen paar super Runden den Titel sichern konnte:PPP Krug-Mannschaft Pokal

In der folgenden Winter- und Frühlingssaison fand ich mich nach erfolgreichen try-outs im Schwimmteam wieder. Täglich trainierten wir zwei Stunden im Schwimmbecken einer Partnerschule, das im siebten Stock mitten in Downtown Chicago – unmittelbar an einer Haltestelle auf meinem Heimweg mit der Bahn- zu finden ist. Oft zwei Mal wöchentlich stand ein Workout morgens vor der Schule im Kraftraum mit dem gesamten Team an.

Im Sommer zog es mich noch einmal ins Wasser, um Wasserball zu spielen. Hier gab es auch ein Mädchenteam, das sehr lieb war. Das Lernen dieser neuen Sportart brachte mir eine Menge Spaß.

Da ich als Juniorbotschafter mit einem PPP-Stipendium aus Deutschland in die USA kam, beschloss ich, das deutsche Konsulat in Chicago zu besuchen und mich dort dem deutschen Konsul vorzustellen. Sehr viel Spaß hat es mir auch gemacht, einige Vorträge über Deutschland und mein Auslandsjahr vorzubereiten. Ein weiteres Highlight war das Event „Chicago Youth Talks“, bei dem ich vor einem breiten Publikum als Gastsprecher über meine Erlebnisse als Austauschschüler berichten durfte. Für einige Lacher haben unter anderem einige Erlebnisse mit den verschiedenen Bedeutungen einiger Wörter im britischen und amerikanischen Englisch gesorgt. Zum Beispiel bedeutet das Wort „rubber“ im britischen Englisch Radiergummi. Im Amerikanischen hingegen steht das Wort umgangssprachlich für ein Kondom. Wenn man dann im Unterricht nichtsahnend mal nach einem „rubber“ fragt, kann das durchaus schon mal sehr lustig und amüsant für alle Beteiligten sein.

Neben all dem Schulstress blieb aber auch noch genügend Zeit die Großstadt und das Leben dort zu genießen. Neben Barbeque Partys oder Meetings mit den anderen Austauschschülern verbrachte ich viel Zeit mit meinen amerikanischen Freunden.

Im Sommer habe ich die Stadt mit dem Rad erkundet. Entlang des Michigansees gibt es wundervolle Radwege, auch das Fahren mit dem Rad auf den Hauptachsen in Downtown Chicago kann sehr abenteuerlich sein. An einen Tag legte ich mit einer Freundin circa 71km zurück und merkte erst einmal, wie groß die Stadt Chicago tatsächlich ist. Verloren gehen kann man fast nicht, da die Orientierung durch den Lake Michigan sehr einfach ist. Der Michigansee ist immer im Osten. Dann bewegt man sich entweder vom See weg in westliche Richtung, nach Norden oder nach Süden. Zusätzlich dazu sind alle Straßen in einem Schachbrettmuster angeordnet. PPP Krug-Skyline

Besonders in den letzten Wochen der Schule und meines Austauschjahres haben meine Freunde und ich fast jeden Tag am Strand verbracht. Ein besonderer Platz war für mich der „Oak Street Beach“, welcher sich direkt im Herzen der Stadt befand. Der Stand war zu Fuß innerhalb von fünf Minuten von unserer Schule erreichbar. Das Schwimmen mit dem direkten Blick auf die Skyline von Chicago wird mir mit Sicherheit in Erinnerung bleiben.

PPP- Krug-PromGegen Ende des Schuljahres, fand der große Abschlussball, auch Prom genannt, in einem riesigen Ballsaal eines Hotels statt. Alle waren sehr schick angezogen und es herrschte eine außergewöhn-liche Stimmung, ein weiterer unvergesslicher Höhepunkt.

Neben Chicago durfte ich auch noch einige andere schöne Orte in den Vereinigten Staaten kennenlernen. Auf einem echten amerikanischen Roadtrip legte ich mit meinen deutschen Eltern, die zu Besuch waren, mehr als 1600 km zurück und besuchten unter anderem Memphis und New Orleans. In unserer Woche Frühlingsferien machten mein Gastbruder Simon und ich San Francisco in Kalifornien unsicher. Sehr interessant und beeindruckend war für mich das Silicon Valley wo sich unter anderem die Google Hauptzentrale, „der Google-Plex“, oder die Weltuniversität Stanford befindet. PPP Krug-Niklas Google

Die Stadt Chicago und einige seiner Ecken habe ich immer wieder erkundet. Auffallend und erstaunlich war, dass es an fast jeder Ecke einen Sandwich-Store, Starbucks, Dunkin Dounuts oder ein anderes Schnellrestaurant zu finden war. Allgemein waren Lebensmittel und auch die Sandwiches, die es überall und in jeder erdenklichen Variation zu kaufen gab, verglichen zu deutschen Standards sehr teuer. Dies schien aber auch den allgemeinen Lifestyle in der Großstadt widerzuspiegeln. 

Im August, am Anfang meines Jahres als Austauschschüler in den USA, hatte ich die Illusion, dass ein Jahr unendlich lang ist und es niemals vorübergehen wird. Besonders in den letzten Wochen wurde ich aber eines Besseren belehrt. Ich konnte gar nicht nachvollziehen, wo die elf Monate dahingegangen sind, das Jahr ist leider viel zu schnell vorbei gewesen. Alle neuen Bekanntschaften, Freunde und Erfahrungen würde ich aber auf keinen Fall missen wollen. Mein Austauschjahr war für mich ein voller Erfolg und am liebsten wäre ich gleich noch ein Jahr dortgeblieben. Ich freue mich jetzt schon, wenn ich wieder an den Michigansee in meine zweite Heimat zurückkehren darf. 

Besonders dankbar bin ich meiner sehr netten Gastfamilie, die mich im Familienleben komplett ehrenamtlich als dritten Sohn aufgenommen haben und außergewöhnlich viel für mich getan hat.

Zum Sommerende werde ich meinen Gastvater wieder in Deutschland treffen. Ich hoffe, dass dieser Kontakt bestehen bleibt.PPP Krug Flagge Wasser

Gleichermaßen bin ich meinem Paten, dem Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt, der mich aus den vielen Bewerbern ausgewählt hat und dem Deutschen Bundestag, der mein Stipendium finanziert hat, sehr dankbar.

Ebenfalls möchte ich mich bei AFS bedanken. AFS hat mit Hilfe von vielen ehrenamtlichen Helfern in Deutschland und in den USA mein Austauschjahr perfekt organisiert.

Niklas Krug

15.06.2016
 · Austauschprogramm

So long, Farewell, Auf Wiedersehen: Verabschiedung der PPP-Stipendiatinnen

201606 PPP-Verabschiedung 2aEin letztes Mal begrüßte ich „meine“ drei amerikanischen PPP-Stipendiatinnen Sophia Gem Salvador, Saffron Zoe Dominguez und Gigi Nibbelink, die in diesem Jahr am deutsch- amerikanischen Parlamentarischen Patenschafts-Programm (kurz: PPP) teilnahmen. Ich traf die jungen Botschafterinnen in Berlin, wo das Abschlussseminar des PPP stattfand.

Mit einem lachenden und einen weinenden Auge ließen die drei jungen Amerikanerinnen ihr Jahr in Deutschland Revue passieren. Ein typisch deutsches Highlight für die Junior-Botschafterinnen waren zum Beispiel die unterschiedlichen Weihnachtsmärkte, erklärten die Mädchen unisono. Und obwohl natürlich die Freude auf ein Wiedersehen mit der eigenen Familie in Amerika riesig ist, wurde den drei Austauschschülerinnen auch etwas schwer ums Herz, als sie an den bevorstehenden Abschied von Ihren deutschen Gastfamilien und Freunden dachten. Alle drei Mädchen wurden sehr herzlich von Ihren Gastfamilien in Osterholz, Emtinghausen und Oyten aufgenommen, fanden schnell Anschluss und knüpften Freundschaften. Auch die Deutschkenntnisse der drei Amerikanerinnen sind rasant fortgeschritten. Ich bin wirklich tief beeindruckt, wie schnell die Mädchen Deutsch gelernt haben – bei unserem ersten Treffen im Dezember und Januar war ich schon fest davon überzeugt, dass sie schon in den Staaten Deutschkurse belegt hatten. Mittlerweile haben alle drei noch einmal eine ordentliche Schippe obendrauf gelegt, alle Achtung!

Natürlich habe ich die drei Stipendiatinnen persönlich verabschiedet und Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg gewünscht. Ein Austauschjahr ist eine ganz besondere und wertvolle Erfahrung. Ich bin mir sicher, dass Sophia, Saffron und Gigi viel über uns, aber auch einiges über sich selbst gelernt haben. Als Junior-Botschafterinnen haben sie einen ganz tollen Job gemacht und die Vereinigten Staaten wirklich hervorragend vertreten. Ich bin mir sicher, dass sie auch auf ihren weiteren Lebenswegen erfolgreich sein werden.

Fotos (v.l.): Andreas Mattfeldt, Sophia Gem Salvador, Saffron Zoe Dominguez und Gigi Nibbelink

04.04.2016
 · Austauschprogramm

PPP: Zwischenbericht von Markus aus den USA

USA flaggeEs gibt wieder Neuigkeiten von unserem PPP-Stipendiaten Markus, der auch in diesem Jahr schon so einiges erlebt hat.

Seit Januar arbeitet Markus in Thomasville bei einem belgischen Unternehmen, das Laminate herstellt. Er ist dort für die Wartung und Instandhaltung der Maschinen zuständig und arbeitet vier Tage die Woche, zehn Stunden täglich. Damit sind seine Wochen gut gefüllt. Selbst als der Blizzard, über den sogar unsere Medien berichteten, Ende Januar viel Schnee gebracht hatte, wurde die Arbeit in seinem Unternehmen nicht unterbrochen.  Zum Glück blieb der Schnee aber noch liegen, sodass er am Wochenende am Hügel vor dem Haus seiner Gastfamilie rodeln gehen konnte.

Markus hat sich auch das Halbfinale der American Football Profiliga angeschaut, da die Carolina Panthers aus North Carolina es bis dahin geschafft hatten. Als sie das Spiel auch noch gewannen, standen sie im SuperBowl, dem berühmten Football-Finale.

Außerdem hat er schon einen Ausflug in die studentisch geprägte Stadt Chapel Hill gemacht und sich dort die Universität von North Carolina angeschaut. Markus war beeindruckt von den vielen alten und schönen Gebäuden der Hochschule, welche eine der drei ältesten öffentlichen Universitäten der Vereinigten Staaten ist.

Bei so vielen interessanten Unternehmungen vergeht die Zeit natürlich wie im Flug!

28.01.2016
 · Austauschprogramm

PPP-Stipendiatinnen in Verden

20160119 PPPAm vergangenen Dienstag habe ich mich mit zwei Teilnehmerinnen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (kurz: PPP) getroffen. Die beiden 16-Jährigen Mädchen Sophia Gem Salvador und Saffron Zoe Dominguez kommen aus den Staaten Minnesota und Washington und leben im Zuge des PPP für ein Jahr in unserem schönen Wahlkreis. Beide besuchen die zehnte Klasse am Gymnasium: Sophia am Achimer Cato Bontjes van Beek-Gymnasium und Saffron am Gymnasium in Ottersberg. Ich habe mich sehr gefreut, die beiden jungen Damen kennenzulernen und war tief beeindruckt, wie gut sie schon deutsch sprechen können.

Die beiden Stipendiatinnen lernen während der Zeit ihres Austauschs den Alltag, die Kultur und die Politik Deutschlands kennen. Zugleich vermitteln sie als Junior-Botschafter ihre Erfahrungen, Werte und Lebensweise aus den USA. Es ist gut, wenn junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen voneinander lernen, sich austauschen und durch die neugewonnen Freunde und Erfahrungen ihren Horizont erweitern können.

Sophia und Saffron erzählten mir im Gespräch, wie herzlich die beiden von ihren Gastfamilien aufgenommen wurden und dass sie sich in Deutschland sehr wohl fühlen. Auch die Schulen gefallen den Mädchen gut, obwohl die Schulsysteme in den USA und in Deutschland sehr unterschiedlich seien. Die naturwissenschaftlichen Fächer zum Beispiel seien im Vergleich zu den USA in Deutschland besonders schwer. Trotzdem mögen die beiden Mädchen den naturwissenschaftlichen Unterricht; Chemie ist sogar eines von Saffrons Lieblingsfächern. Beide überlegen, später Medizin zu studieren. Um erste Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, absolviert Saffron derzeit ein Schulpraktikum in einem Krankenhaus.

 Es ist schön zu sehen, dass Sophia und Saffron sich hier in Deutschland so schnell so gut eingelebt und neue Freunde gefunden haben. Ich bin sicher, die beiden werden hier in Deutschland eine schöne und interessante Zeit erleben. Ganz besonders freut mich, dass sie mich bald zusammen mit ihren Gastfamilien in Berlin besuchen werden, um unsere Hauptstadt kennenzulernen und den Bundestag zu erkunden.

04.01.2016
 · Austauschprogramm

PPP: Zweiter Bericht von Markus aus den USA

Kürbis-MTEs ist ja schon wieder eine Weile her, dass ich etwas über unseren PPP-Stipendiaten Markus berichtet habe, der momentan ein Austauschjahr in den USA verbringt. In der Zwischenzeit ist bei Markus natürlich einiges passiert, er hat viel unternommen und in Amerika sogar ein deutsches Volksfest besucht:

Markus würde in den USA gern als Mechatroniker arbeiten, um weitere Erfahrungen in seinem Beruf zu sammeln. Also bewirbt er sich fleißig, um in seiner Branche einen Job zu bekommen. Außerdem hat er die Siedlung „Old Salem“ besucht und besichtigt; aus dieser Siedlung entwickelte sich später die Stadt Winston Salem, wo Markus heute lebt. Das Ungewöhnliche an Old Salem ist, dass ein Großteil der Häuser heute noch gut erhalten ist und man sogar hier und da erkennen kann, dass die Gründerväter Old Salems deutscher Abstammung waren.
Den Besuch im Pilot Mountain Park hat Markus dazu genutzt, um die Umgebung ein wenig besser zu erkunden und um die Natur dort zu genießen.
Während der Herbstferien ist er nach New Orleans gereist. Die Stadt ist trotz der immernoch sichtbaren Sturmschäden von Hurricane Katrina sehr schön und unglaublich vielfältig, sodass keine Langeweile aufkam.

Da im Herbst das Oktoberfest in Bayern stattfand, haben es sich auch einige Amerikaner nicht nehmen lassen, ebenfalls Oktoberfest zu feiern. Markus hat am Oktoberfest der nahegelegenen University of North Carolina in Greensboro (UNCG) teilgenommen, was ihm sehr viel Spaß gemacht hat. Da an dieser Uni Deutsch gelehrt wird, hat Markus den Studenten dort von seinem Austauschprogramm und seinen bisherigen Erfahrungen berichtet.

Selbstverständlich hat Markus zu Halloween auch am traditionell-amerikanischen Kürbisschnitzen teilgenommen und ein wenig Halloween gefeiert :)

28.12.2015
 · Austauschprogramm

Treffen mit PPP-Stipendiatin Gigi Nibbelink

Gigi PPP 480Am Montag vor Weihnachten habe ich mich mit Gigi Nibbelink in meinem Osterholzer Wahlkreisbüro getroffen. Gigi kommt aus Los Angeles in Kalifornien und besucht im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) die 10. Klasse des Gymnasiums in Osterholz-Scharmbeck.

Ziel des PPP ist es, ein Netzwerk persönlicher Verbindungen zwischen jungen Menschen in den USA und in Deutschland zu knüpfen, um gemeinsame politische Wertvorstellungen zu festigen und unterschiedliche Lebensweisen im anderen Land kennenzulernen. Das PPP ist ein gemeinsames Austausch-Programm des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses, bei dem junge Amerikaner nach Deutschland kommen und auch junge Deutsche in die USA gehen.

Die Stipendiaten sind in dieser Zeit Junior-Botschafter und vermitteln an ihren Schulen, in ihren Gastfamilien und in ihrer Freizeit ihre Erfahrungen vom kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben in den USA. Im Alltag lernen sie, was Deutschland und die USA verbindet und unterscheidet. Sie leben, lernen und arbeiten in einer fremden Kultur, erweitern ihren Horizont durch persönliche Erfahrungen und leisten so einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Verständigung zwischen jungen Deutschen und Amerikanern.

Gigi ist 15 Jahre alt und bereits seit einigen Monaten in Deutschland und hat eine deutsche Mutter mit österreichischen Wurzeln, weshalb sie schon sehr gut Deutsch spricht – fast akzentfrei. Sie wohnt in ihrer Gastfamilie zusammen mit zwei Schwestern und hat auch in Los Angeles drei Geschwister, die sie auch manchmal ein wenig vermisst – wie sie mir berichtete.

Trotzdem hat sie noch eine große Wunschliste mit Dingen, die sie gerne noch in Deutschland erleben möchte. Unter anderem möchte sie gerne Kohl und Pinkel probieren und noch einmal auf den Bremer Weihnachtsmarkt gehen – der für sie etwas ganz neues und besonderes ist, da es in LA keinen Weihnachtsmarkt gibt. Auch eine Wattwanderung an der Nordsee steht ganz oben auf ihrer Liste. Außerdem erzählte Gigi mir, dass die Wege in Deutschland viel kürzer sind als in den USA und dass viel mehr Menschen mit dem Fahrrad fahren würden. Auch das Niveau im deutschen Gymnasium wäre viel höher als in den USA und sie müsse sich für gute Noten sehr anstrengen.

Es ist schön zu sehen, dass Gigi sich hier in Deutschland so schnell eingelebt und neue Freunde gefunden hat. Wie sie mir berichtete ist es in ihrer Gastfamilie sehr harmonisch und sie fühlt sich dort und in Deutschland sehr wohl. Ich freue mich, dass mit Gigi ein aufgewecktes junges Mädchen dieses Jahr am Programm teilnimmt und wünsche ihr noch eine schöne und interessante Zeit in Deutschland. Außerdem freue ich mich, dass sie mich zusammen mit ihrer Gastfamilie im Februar in Berlin besuchen wird, sodass sie unsere Hauptstadt und das politische Berlin besichtigen kann.

29.09.2015
 · Austauschprogramm

PPP: Erster Bericht von Markus Tietjen aus den USA

austauschprogramm usaNachdem ich vor ein paar Wochen Markus Tietjen und Niklas Krug im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) in die USA verabschiedet habe, habe ich nun erste Nachrichten von Markus bekommen:

Er ist sehr gut in Winston-Salem in North Carolina angekommen und hat sich bereits voll und ganz eingelebt. Neben einem spannenden Alltag mit Elektronik- und Backpacking-Kursen besucht er sehr regelmäßig die Fußballspiele der örtlichen College-Mannschaft. Außerdem hat Markus sich sehr schnell in seine Gastfamilie integriert und war bereits auf mehreren Ausflügen dabei, darunter in den „Hanging Rock State Park“ und für ein Wochenende in einem Ferienhaus direkt am Strand.

Zuletzt ist er mit seinem Backpacking-Kurs auf einem dreitägigen Wanderausflug gewesen und hat dort mit nicht viel mehr als Zelt und Schlafsack ausgestattet die amerikanischen Wälder kennengelernt.

Es freut mich immer wieder zu sehen, dass das PPP jungen Menschen ermöglicht, völlig neue Erfahrungen zu sammeln und ganz viel Neues zu entdecken. Ich habe schon zahlreiche Schüler und junge Berufstätige wie Markus begleitet und bislang durchweg positive Rückmeldungen bekommen. Deshalb setze ich mich auch weiterhin für den Erhalt des Programms ein, dessen Finanzierung von amerikanischer Seite glücklicherweise im vergangenen Sommer gesichert werden konnte.

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